Der Umgang mit Pferden veredelt den Charakter, weil er Eigenschaften fördert wie Mut, Kreativität, Risikobereitschaft und gleichzeitig Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Geduld und Zielstrebigkeit. Dies sind genau die Eigenschaften, die auch beliebte, respektierte und erfolgreiche Führungskräfte ausmachen!
Pferde leben in sozialen Zusammenschlüssen, die sehr straff organisiert und hierarchisch aufgebaut sind. Für sie ist es überlebensnotwendig diese Hierarchie zu erhalten. Daher überprüfen permanent die Rangordnung und ordnen sich bereitwillig demjenigen unter, dem sie aufgrund seiner charakterlichen und mentalen Eigenschaft Führung zutrauen.
So wie Macht, Verantwortung und Klarheit in Firmen eine gesunde Unternehmensstruktur ausmachen, ist es auch in einer Pferdeherde. Auch Menschen folgen nur dann freiwillig, wenn zwischen ihnen und ihren Führungskräften eine natürliche Balance aus Respekt, Vertrauen, Autorität, Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit besteht.
Die Erkenntnis, dass der Umgang mit Pferden Führungsfähigkeiten trainiert, ist deshalb nicht neu sondern seit Jahrtausenden bekannt. So ist es nicht allein auf die größere Schnelligkeit zurückzuführen, dass die Reitervölker des Ostens die Welt in Bewegung versetzten. Sie waren – geschart um einen respektierten Anführer – in ihren jeweiligen Gruppen stark überlegen. Heute würden wir sagen: Sie waren die effizienteren Teams.
Was liegt also näher, als sich im Rahmen eines Führungskräftetrainings solche Zusammenhänge neu bewusst zu machen und sie zu trainieren?
Aus den vielfältigen Herausforderungen, denen sich eine Führungskraft allein im sozialen Umfeld aus Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten täglich stellen muss, bietet Managementtraining mit Pferden besonders das erfolgreiche Führen von Mitarbeitern und die Möglichkeit Stärken und Schwächen kennen zu lernen.
Führungsqualitäten werden mit Hilfe des Pferds überprüft und Führungsverhalten wird schonungslos freigelegt. Wer seinen Führungsanspruch nicht überzeugend darstellt, wird von den Pferden nicht akzeptiert. Genauso werden Mitarbeiter nicht hinter einer Führungskraft stehen, wenn keine Klarheit über eigenen Ziele und Potentiale herrscht.
Oft sind Verhaltensweisen jedoch so verinnerlicht und automatisiert, dass man sich ihrer gar nicht bewusst ist. Pferde machen sie bewusst und schaffen damit die Möglichkeit Alternativen zu finden und auszuprobieren.
Wer seine Führungsqualitäten erproben möchte, ist bei den Pferden gut aufgehoben! Von ihnen kann man kann viel über seine Führungskompetenz lernen – auch, ob man sich generell eher unter- oder überschätzt.
1. Schulung des Beobachtungsvermögens:
Da Pferde nun mal nicht sprechen können, gilt es, die großen Vierbeiner stets aufmerksam zu beobachten. Sind Sie bei der Sache? Sind Sie unwillig? Oder haben Sie vielleicht Angst?
2. Überprüfen der Körpersignale:
Pferde reagieren auf die kleinsten körperlichen Signale. Sie können daher an den Pferden ausprobieren, ob Sie Autorität und Gelassenheit ausstrahlen oder ob Sie eher ängstlich und aufgeregt wirken.
3. Umgang mit schonungslosen Feedbacks:
Da Pferde nicht auf Titel achten und ständig im Hier und Jetzt reagieren, bekommen Sie ein schonungsloses Feedback, das nichts mit Rank oder vergangenen Leistungen zu tun hat.
4. Vermittlung eindrucksvoller Erfahrungen:
Das Seminar ‚Pferde stärken Führung’ hinterlässt eindrucksvolle Bilder. Wer einmal mit einem Vierbeiner gearbeitet hat, vergisst die Schlüsselszenen nicht so schnell.
5. Konfrontation mit Neuem:
Wenn Sie als Führungskraft noch nicht viel mit Pferden zu tun hatten, können Sie in dem Training überprüfen, wie Sie auf neue Situationen reagieren. Zudem flößen die großen Tiere zunächst durchaus Respekt ein.
6. Umgang mit eigenen Emotionen:
Die Begegnungen mit den Tieren sprechen auf einer emotionalen Ebene an. Sie werden sich der emotionalen Wirkung der Übungen nicht entziehen können!
7. Förderung einer vertrauensvollen Ausstrahlung:
Pferde folgen demjenigen, dem sie vertrauen und der sie mit Respekt behandelt. Wer sie unter Druck setzt und zu etwas zwingen will, wird keinen Erfolg haben.
8. Individuelles Arbeiten:
Die Begegnung mit dem Pferd führt bei unterschiedlichen Führungskräften zu unterschiedlichen Erkenntnissen. Jeder kann seine eigenen Ressourcen entdecken und seine eigenen Schwerpunkte setzen.
9. Erfahrungstransfer:
Wie Menschen leben Pferde in einem sozialen Verbund. Und in vielen Verhaltensweisen lassen sich Parallelen zu Menschen finden. In der Regel können Sie als Teilnehmer daher mit den Anregungen Ihres Trainers ohne weiteres die Interpretation der Erfahrung vornehmen und für den Arbeitsalltag erschließen.
10. Offenlegung unbewussten Verhaltens:
In weiten Bereichen des Seminars erhalten Sie zwar Anleitungen, aber keine genauen Anweisungen. Sie probieren Ihre eigenen Strategien aus. Dabei kommen häufig unbewusste Verhaltensmuster an den Tag, und es finden sich Erklärungen für bestimmte Resultate aus dem Berufsalltag.
Der Schwerpunkt liegt in der Aktion des Teilnehmers mit einem Pferd, während der das Pferd frei läuft.
Durch individuelle Herausforderungen und Erkenntnisse lernen Sie, wie Sie wirken, agieren und wie Ihr Umfeld auf Sie reagiert. Die Erkenntnisse lassen sich auf den Umgang mit Mitarbeitern und Kunden metaphorisch übertragen.
Die Aufgaben und Erlebnisse sind vollkommen individuell.
Die Begegnungen finden in einem abgezäunten Viereck statt und werden anschließend per Videoanalyse gemeinsam ausgewertet. Dabei wird der Erfahrungsaustausch eines jeden Teilnehmers moderiert, mit dem Ziel der Selbstreflexion jedes einzelnen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.